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BEGEGNUNGEN I

ALS ERSTES BEGEGNEN WIR UNS WOHL JEDEN TAG VOR EINEM SPIEGEL, NEHMEN WIR UNS IN DIESEM MOMENT WAHR ?

Schlagen wir ab und an das Buch des Lebens auf, begegnen wir

uns damit selbst und haben wir so einen Bezug zu dem, was wir einst getan haben und zu dem, was wir gerade tun und tun werden. Hier, wie in einer solchen Bibliothek, finden wir den Makrokosmos all der Begegnungen von Episoden, Aphorismen und Sinnsprüche. Im Buch unseres Lebens finden wir den Mikrokosmos ganzer bibliophiler Kostbarkeiten tief in uns. Lesen wir ab und an darin, um nicht eines Tages vor uns selbst zu erschrecken, wenn wir uns ungewollt begegnen.

BEGEGNUNG IST UNSER VERSTÄNDNIS FÜR DAS UNIVERSUM, IN DEM SICH UNSERE HIMMELSKÖRPER AUF BAHNEN BEGEGNEN.

Wir schauen zu den Sternen und sind fasziniert über das Treiben. Wie sich auf unsichtbaren Bahnen die Himmelskörper, unser Ursprung, einander begegnen, sich entfernen, annähern und so in Gleichmut fortfahren. Die für uns kaum wahrnehmbaren Katastrophen passieren nur dann, wenn ein Himmelskörper, unfreiwillig, seinen Weg verlässt, er zerfällt. Es entstehen neue Bahnen und neue Begegnungen. Möge deshalb ein Maurer ein Maurer bleiben, ein Bäcker ein Bäcker, ein Arzt ein Arzt, eine Mutter eine Mutter und ein Kind ein Kind.

BEGEGNEN WIR EINANDER MIT JENEM RESPEKT, DER NÖTIGEN NÄHE, ABER AUCH MIT DEM GEBÜHRENDEN ABSTAND.

In unserer nächsten Umgebung erleben wir, wie ereignisreich und sicher auch problematisch Begegnungen sein können. Ein geeintes Europa soll wieder um ein Stück wachsen, ein Europa was sich ohne Grenzen, grenzenlos, begegnen will, braucht Menschen, die jenen Respekt vor dem Anderen und vor sich selbst nicht vergessen.

Wenn bei der Erinnerung an diese Ausstellung oder auch nur an eines der Exponate der Gedanke guter Begegnungen weitergetragen wird und am Leben erhalten ist, so ist dies der größte Erfolg für die Arbeit dieses Hauses, seiner Leiterin und natürlich auch meines künstlerischen Schaffens.

STEPHAN BUBNER 2004

BEGEGNUNGEN II

Begegnungen sind, was wir hier und heute sehen und jeden Tag in den unterschiedlichsten Dingen uns begegnet, sei es ein Bleistift, das geliebte Auto, oder die Bluse, die wir tragen so wie deren Knöpfe. Wir nennen es Design, Schöpferischer Akt oder eben Künstlerisches schaffen, was unser Leben bereichert. In der Zukunft ist es wie der Fingerabdruck der Evolution, wenn wir es für unsere Kinder bewahren. Begegnung und Bewahrung sind so untrennbar mit einander Verwoben wie Verantwortung und Vertrauen. Wann wollen wir also beginnen, die Verantwortung wahr zu nehmen? Um zu bewahren, was uns verantwortungsvoll übergeben wurde. Dass wir uns dem Vertrauen würdig erweisen, welches wir von unseren Kindern erwarten!